FDP stellt Liste für die Kreistagswahl 2026 auf

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Die FDP im Kreis hat ihre Liste für die Kreistagswahl 2026 aufgestellt und setzt auf Erfahrung und klare liberale Positionen. Ziel ist der Wiedereinzug in den Kreistag mit einer starken und geschlossenen Mannschaft.

„Wir wollen wieder eine schlagkräftige liberale Stimme im Kreistag sein – kritisch, konstruktiv und klar in der Sache“, erklärte der FDP-Kreisvorsitzende Jorias Bach nach der Versammlung. Im Fokus stehe dabei eine sachorientierte Auseinandersetzung mit der Politik der aktuellen Koalition aus CDU und SPD.

Angeführt wird die Liste von den erfahrenen Kommunalpolitikern Ekkehard Götting (Eschwege)Axel Vogelei (Witzenhausen) und Ute Alig-Götting (Eschwege). Insgesamt treten 22 Kandidatinnen und Kandidaten für die Liberalen an.

Neben der Liste wurde auch das Wahlprogramm verabschiedet. „Der Kreistag muss wieder stärker eigenständig entscheiden können – ohne parteipolitische oder persönliche Interessenkonflikte. Dafür treten wir an!”, so Ekkehard Götting, Spitzenkandidat der Liberalen.

So sprechen sich die Liberalen eindeutig gegen den Einzug von Bürgermeistern in den Kreistag aus, die dort bei ihren Entscheidungen in Interessenkonflikten mit den Interessen ihren Gemeinden kommen müssen. Ähnlich kritisch ist auch die Mitgliedschaft von Landtags- und Bundestagsabgeordneten zu sehen, die häufig die Ansichten der Landesregierung gegenüber der Kreispolitik in den Vordergrund rücken.

Im Zentrum ihrer Politik sieht die FDP die Verschlankung der Kreisverwaltung. Stärkung der Eigenverantwortung der Mitarbeiter des Kreises und zügige Umsetzung der Digitalisierung seien wichtige Schritte dazu. Konsequent bleiben die Liberalen auch bei ihrer Forderung der Abschaffung der Position des zweiten hauptamtlichen Kreisbeigeordneten. In die falsche Richtung gehe es in dem Bestreben der Kreisspitze, die Wirtschaftsförderung in die Kreisverwaltung einzugliedern. Hier fordert die FDP das Beibehalten der Eigenständigkeit der WFG. Verwaltung aufzublähen, um aus Verwaltungsstrukturen heraus Wirtschaft zu fördern, sei nicht erfolgsversprechend.

Ebenso falsch sei auch die Verengung der Tourismusförderung auf den Begriff „Frau Holle-Land“. Mit dem Austritt aus der Werratal-Touristik verzichte der Kreis auf eine deutschlandweit bekannte Verankerung unserer Region in den Köpfen von Touristen. 

Mit Blick auf die äußerst angespannte Haushaltslage der Kommunen sieht Jorias Bach die wichtigsten Einflussfaktoren dafür außerhalb des Kreises, mahnt aber an, dass der Kreis alles dafür tun müsse, um den Bestand des Klinikums mit seinen beiden Standorten zu sichern. An oberster Stelle der Investitionen müsse die Sanierung und Weiterentwicklung der Schulen als wichtiger Teil der Infrastruktur des Kreises entgegen der demographischen Entwicklung stehen.